HOSI Linz Presseaussendungen


Gala2011

05.11.2011 23:00



G.A.L.A. 2011 an Johannes Wahala verliehen

In feierlichem Rahmen im Linzer HOSI Zentrum erhielt heute Mag. Johannes Wahala den Gay And Lesbian Award 2011 überreicht.

Seit rund zwei Jahrzehnten ist Mag. Wahala um die rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlich l(i)ebenden und transident empfindenden Menschen bemüht. Mit der von ihm - im Jahr 2000 - gegründeten Beratungsstelle Courage in Wien (und seit 2009 auch in Graz und Innsbruck) bietet Mag. Wahala nicht nur Unterstützung für Hilfesuchende und Weiterbildung für künftige Generationen an, sondern sorgt auch im persönlichen Gespräch mit politisch verantwortlichen EntscheidungsträgerInnen dafür, dass dieses Thema nicht aus dem öffentlichen Diskurs verschwindet.

Die Begründung der Jury im Wortlaut:

„Johannes Wahala ist in der österreichischen Gesellschaft - nicht nur in der lesbisch-schwul-transgender Gemeinschaft - längst ein Markenzeichen. Sein Name steht für seriöse sexualwissenschaftliche Arbeit, für eindrucksvolle Auftritte in den Medien, für einen steten Verbündeten der Community in der gesellschaftspolitischen Debatte und für die Leitung einer erfolgreichen Beratungs- und Bildungseinrichtung. Argumente und Beispielgebung sind seine starken Mittel gegen Ignoranz, Vorurteile und Diskriminierung. Als eine der Galionsfiguren der Lesben- und Schwulenbewegung in Österreich hat er wesentlich dazu beigetragen, dass Homosexualität und andere sexuelle Tabubereiche zum Thema und davon Betroffene zum Gesprächspartner und akzeptierten Mitmenschen werden. Sein Werdegang in der lesbisch-schwul-transGender Bewegung begann schon vor seinem Konflikt mit Erzbischof Schönborn, der dann den Startschuss für Johannes Wahalas neues und noch verstärktes Engagement gegeben hat. Unsere Anerkennung gilt seinem konsequenten Einsatz für die sexuellen Menschenrechte in Wort und Tat."

"Die Anfangsphase der Courage war sehr anstrengend und kräftezehrend, aber unsere Arbeit war notwendig und richtig", ist Mag. Johannes Wahala sichtbar stolz, dieses Jahr den Preis der HOSI Linz zu erhalten. "Die Gesellschaft ist heute ein Stück weit offener als noch vor zwanzig Jahren", ist der diesjährige Preisträger überzeugt, dass sich der Einsatz für gleichgeschlechtlich l(i)ebende Menschen und TransGender-Personen jedenfalls gelohnt hat. Und dass es wichtig ist, sich auch weiterhin für das Ende der Diskriminierung in allen gesellschaftlichen Bereichen einzusetzen und die Akzeptanz aller L(i)ebenskonzepte voranzutreiben.

Als Psycho- und Sexualtherapeut kennt Mag. Johannes Wahala die Frage- und Problemstellungen der Menschen, insbesondere jene der gleichgeschlechtlich L(i)ebenden und TransGender-Personen sehr genau. "Gemeinsam mit den vielen anderen wertvollen Initiativen und zwischenzeitlich auch gut entwickelten Organisationen in diesem Bereich wird es gelingen, die Gesellschaft so weit zu sensibili-sieren, dass gleichgeschlechtliche Liebe die gleiche Akzeptanz findet wie gegengeschlechtliche Beziehungskonzepte", so Mag. Johannes Wahala zuversichtlich, dass die gemeinsame Arbeit noch lange nicht zu Ende ist. Ziel sei es, die Vielfalt von Orientierungen und Lebensweisen im Sinne des Diversity-Konzepts als Chance für die Gesamtgesellschaft zu verstehen und zu nutzen.

Das gesamte Team der HOSI Linz gratuliert dem diesjährigen G.A.L.A.-Preisträger, Mag. Johannes Wahala, und bedankt sich für das Engagement und die Arbeit der vergangenen Jahre.
 
Für die HOSI Linz

gez. Gernot Wartner, Vereinssprecher

Linz, den 05.11.2011

Pressefotos von der Preisverleihung GALA 2011

Preisträger Johannes Wahala (li.) im Gespräch mit Rainer Bartel (re.)
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Preisträgerin Helga Ratzenböck (li.) verliest die Jury-Begründung und Preisträger Johannes Wahala (re.)
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HOSI Vereinssprecher Gernot Wartner (Reihe 1: li.), GR Edith Schmied (Die Grünen) (Reihe1: Mitte), HOSI Finanzreferent Bernd Slabihoud (Reihe 1: re.)
Preisträgerin Helga Ratzenböck (sitzend, li.), Preisträger Johannes Wahala (sitzend, re.)
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Preisträger Johannes Wahala vor der GALA Ausstellung
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Preisträger Johannes Wahala mit Urkunde
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