HOSI Linz Presseaussendungen
Alle sind gleich! Aber manche sind weniger gleich ...
01.08.2008 16:00HOSI
Linz kritisiert scharf, dass Lesben und Schwule gesetzlich noch nicht mit den
Heteros gleich behandelt werden - auch nicht im neuen
Gleichbehandlungsgesetz!
"Wir freuen
uns wirklich, dass die Frauen wieder einen Schritt weiter in Richtung
Gleichberechtigung machen. Aber das österreichische Recht macht immer noch
ungerechtfertigte Unterschiede zwischen verschiedenen Gruppen der Gesellschaft.
Das ist Diskriminierung per Gesetz, und die stinkt zum
Himmel!", kritisiert HOSI Linz-Vereinssprecherin Edith Schmied.
"Vor neun
Jahren schon deponierte die HOSI Linz des Öfteren vehement ihre Forderung, alle
damals geplanten Gleichbehandlungsrichtlinien der EU müssten auch Lesben und
Schwule mit unter Diskriminierungsschutz stellen. Aber damals hatte niemand
dafür ein offenes Ohr. Heute haben wir den Salat. Homosexuelle MitbürgerInnen
sind nur im Bereich Beschäftigung und Arbeitsmarkt vor ungerechtfertigter
Ungleichbehandlung geschützt", ergänzt Vereinssprecher Gerhard Friedinger.
"Das
österreichische Gleichbehandlungsrecht kennt sogar vier verschiedene Stufen von
Diskriminierungsschutz; Lesben und Schwule stehen für den Gesetzgeber auf der
untersten Stufe der Schutzwürdigkeit! Das muss sich schon in der nächsten
Gesetzgebungsperiode endlich ändern!", fordert Schmied
daher.
"Die Materie
ist äußerst relevant. Aus ihrer Beratungstätigkeit kennt die HOSI sehr wohl
Fälle, wo Lesben und Schwule keinen Zugang zu Dienstleistungen haben, nur wegen
ihrer sexuellen Orientierung und den unbegründeten Ängsten, Vorurteilen oder
Abneigungen dagegen. Die Bevölkerung hat schon großartige Fortschritte gemacht
und solidarisiert sich schon mehrheitlich mit den Forderungen der Lesben und
Schwulen, aber ein beachtlicher Rest an Homophobie ist verblieben und sozial
brisant", begründet die Vereinssprecherin
die Forderung der HOSI Linz.
"Die
feministische Frauenbewegung war schon oft eine Alliierte der Lesben- und
Schwulenbewegung. Mit der fortschrittlichen Frauenbewegung wird die HOSI Linz
Hand in Hand weiter für die völlige und gerechte Gleichstellung eintreten. Jetzt
gratulieren wir unserer Verbündeten zu ihrem Etappensieg. Aber der gemeinsame
Kampf geht weiter!", schließt
Schmied.
Für
die HOSI Linz
gez.
Der Vorstand
Linz, den
01.08.2008








