HOSI Linz Presseaussendungen
Wahlaufruf der HOSI Linz
26.09.2009 18:00Wählt Rot
oder Grün! Keine Stimmen für Schwarz, Blau und Orange!
Vor der Landtags-,
BürgermeisterInnen- und Gemeinderatswahl erinnert die HOSI Linz an die
politische Leistungen, die für Lesben und Schwule hierzulande in den vergangenen
Jahren geleistet wurden - oder auch nicht.
Auf Landesebene wird die HOSI Linz seit jeher aus dem Sozialressort von
Landesrat Ackerl (SPÖ) und von der Stadt Linz aus der Stadtkasse unter
Zuständigkeit von Finanzstadtrat Mayr (SPÖ) unterstützt. Beide Stellen
finanzieren auch die Errichtung und den Betrieb des neuen HOSI-Zentrums, das
die Arbeitsbedingungen für die AktivistInnen und die Qualität deren Leistungen
heuer entscheidend verbessert hat. Der Neubau für das HOSI-Zentrum entspringt
einer Idee von Bürgermeister Dobusch selbst (SPÖ). Gerade in Oberösterreich hat
sich die SPÖ als verlässlicher und konsequenter Unterstützer der Anliegen
der Lesben und Schwulen werwiesen.
In den zuständigen Entscheidungsgremien von Land und Stadt sind es aber auch die
Grünen, die sich seit vielen Jahren neben der SPÖ für die finanzielle und
ideelle Unterstützung der HOSI einsetzen. Und es waren und sind die Grünen, die
für politische Mandate auch Lesben und Schwule entsenden.
In ihrer Regierungsbeteiligung konnten die Grünen die Einführung eines
wirksamen Antidiskriminierungsgesetzes durchsetzen und entscheidend
mitgestalten. Auch das Diskriminierungsverbot in der Landesverfassung und die
mittlerweile umfassende Gleichbehandlung in den Landesgesetzen ist nicht zuletzt
der konsequenten Arbeit der Grünen zu verdanken. Und es sei dabei erinnert,
dass die SPÖ in der Regel solche Initiativen im Landtag, aber auch im
Linzer Gemeinderat, mitgetragen hat.
ÖVP, FPÖ und BZÖ vertreten hingegen im Allgemeinen und Wesentlichen die
Ansicht, dass Lesben und Schwule nicht mehr diskriminiert würden und nur
deshalb nicht gleichberechtigt seien, weil die heterosexuelle Ehe und Familie
geschützt gehört. Deshalb bedarf es auch keiner staatlichen Unterstützung für
die Anliegen gleichgeschlechtlich Liebender. Diese Ansicht kann die HOSI Linz
jedenfalls nicht teilen, wird sich aber einem konstruktiven Dialog dazu auch in
Zukunft nicht verschließen. Darüber hinaus erteilt die HOSI Linz allen
fremdenfeindlichen und/oder rassistischen Äußerungen, dem populistischen
Schüren von Misstrauen, Neid und Hass gegenüber verschiedenen Teilen der
Bevölkerung eine deutliche Absage.
Daher sollten die Lesben und Schwulen in Oberösterreich beim Urnengang am
kommenden Sonntag bedenken, dass zur Zeit nur Rot und Grün zu entschlossenen
Verbündeten zählen, wenn es um die gesellschaftliche und rechtliche
Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebensentwürfe geht. Egal aber, welche
politische Meinung jemand hat, entscheidend ist, am 27. September vom Wahlrecht
Gebrauch zu machen. Nichtwählen ist weder eine Antwort auf die drängenden
Probleme der Zeit, noch hilft es gegen Ungleichbehandlung und Diskriminierung
von Lesben und Schwulen!
Für die HOSI Linz
gez. Stefanie Niedl,
Vereinssprecherin
gez. Gerhard Friedinger, Vereinssprecher
Linz, den 26.09.2009








