HOSI Linz Presseaussendungen
Kein Eile zur Verpartnerung in OÖ !
07.01.2010
Ausbleiben
des Ansturms auf die Bezirksbehörden nicht überraschend!
Dass es in Oberösterreich nicht wie in Wien bereits am
erstmöglichen Tag Paare gegeben hat, die die Möglichkeit zur Verpartnerung
nutzen, verwundert Gerhard Friedinger (Vereinssprecher der HOSI Linz) nicht: "Immerhin
wurde das Gesetz erst Anfang Dezember beschlossen und wenn man bedenkt, wie
lange heterosexuelle Paare ihre Hochzeitsfeierlichkeiten im Voraus planen und
organisieren, so ist es nicht verwunderlich, dass auch lesbische und schwule
Paare ihre Feiern entsprechend planen und gestalten möchten."
Mit eine Rolle spielt für Friedinger, dass der Jänner kein
klassischer Trauungsmonat ist, da durch den Feiertagsmarathon im Dezember mit
den ganzen damit verbundenen Feiern ohnehin niemand Zeit und Lust habe, eine
Verpartnerungsfeier auszurichten. "Nicht
zuletzt sind die 43 Abweichungen vom Eherecht und die damit verbundenen
rechtlichen Ungewissheiten, wie sich diese im Alltag dann auswirken können, sicherlich
auch ein Grund, dass sich viele lesbische und schwule Paare diesen
Schritt noch genau überlegen. Immerhin macht es doch einen Unterschied, ob
man in einer Großstadt wie Wien lebt, oder in einer kleinen Landgemeinde. Da
wollen die Auswirkungen wohl ueberlegt sein", so Friedinger weiter.
Projekt zur Information über das PartnerschaftsgesetzUnter www.partnerschaftsgesetz.at entsteht derzeit eine Website, die die wichtigsten Fragen zu der Wirkung einer Eingetragenen Partnerschaft (EP) sowie zur Eintragung bieten soll. Die Informationen werden rechtlich genau geprüft und in den kommenden Monaten laufend erweitert. Auch Erfahrungsberichte über die Eintragungspraxis und den Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren bei den verschiedenen Bezirksverwaltungsbehörden werden hier veröffentlicht. "Leider konnte sich die Bundesregierung aus Sicht der HOSI Linz nicht dazu durchringen, ein wirklich umfassendes und befriedigendes PartnerInnenschaftsgesetz zu beschließen. Hier bleibt uns nur weiterhin zu kämpfen, besonders für die Rechte von Regenbogenfamilien und für ein modernes Eherecht für alle", so Friedinger abschließend.





