HOSI Linz Presseaussendungen
PartnerInnenschaften-Gleichstellung jetzt!
16.06.2010 22:00
HOSI
Linz dankt
SPÖ-Klub für Initiative und hofft, dass auch die anderen Landtagsparteien
diesen Antrag unterstützen!
Mit Freude hat die HOSI Linz
registriert, dass im Landesgesetz, mit dem die Oö. Landarbeitsordnung 1989
geändert wird, die bis 30.06.2010 notwendige Anpassung der Landesgesetzgebung
an die Bestimmungen des Bundesgesetzes zur Einführung der Eingetragenen
Partnerschaft bereits implementiert ist. Allerdings wurde die HOSI Linz dabei in Kenntnis gesetzt, dass der
Landesgesetzgeber offenbar keine Paketlösung angestrebt, sondern die
notwendigen Anpassungen in anderen landesgesetzlichen Bestimmungen im Zuge des
normalen Novellierungsprozesses vorgenommen werden sollen. "Das würde
aber bedeuten, dass sich dieser Anpassungsprozess der Landesgesetzgebung
schlimmsten Falls über Jahre hinweg ziehen könnte. Und das würde auch bedeuten,
dass Lesben und Schwule in Oberösterreich noch auf Jahre hinaus Rechte
vorenthalten werden, die ihnen der Bundesgesetzgeber und andere
Landesgesetzgeber bereits zugestanden haben. Es würde dazu führen, dass es zwei
Klassen von Lesben und Schwulen gibt, je nachdem, ob diese in Oberösterreich
oder beispielsweise in der benachbarten Steiermark leben, wo ein solches
Gesamtpaket bereits im Begutachtungsverfahren ist," erklärt
der Vereinssprecher der HOSI Linz Gerhard
Friedinger.
Die HOSI Linz
hat sich daraufhin an alle Landtagsklubs mit der Bitte gewandt, dafür Sorge zu
tragen, dass eine Paketlösung doch noch möglich wird. Nun hat der Klubobmann
des SPÖ-Klubs, Dr. Karl Frais in einer Medienaussendung angekündigt,
dass der SP-Landtagsklub "im Sinne des Ersuchens der
Homosexuellen-Initiative HOSI für die kommende Landtagssitzung einen
Initiativantrag für ein Sammelgesetz zur gesetzlichen Gleichbehandlung von
Eingetragenen Partnerschaften auch in Oberösterreich einbringen" wird.
Demnach soll die Landesregierung einen Vorschlag für ein solches Sammelgesetz
erarbeiten lassen und dieses bis Ende 2010 dem Landtag zur Beschlussfassung vorlegen.
Damit wäre nach Ansicht Frais sichergestellt, dass die Eingetragene
Partnerschaft in der kompletten Rechtsmaterie des Landes Oberösterreichs
möglichst rasch korrekt erfasst wird. "Auch Bundesländer wie Wien und
Steiermark sind bereits dabei, ihr Landesrecht entsprechend anzupassen. Diesen
positiven Weg wollen wir auch in Oberösterreich ohne weitere Verzögerung
beschreiten", so der SP-Klubchef in der SP-Aussendung.
"Wir danken dem SPÖ-Klub ganz herzlich für diese
Initiative und rufen alle anderen Klubs auf, sich diesem Antrag im Sinne
unseres Schreibens vom 08.06.2010 ohne Wenn und Aber anzuschließen! Die Lesben
und Schwulen haben so lange auf das Recht warten müssen, ihre
PartnerInnenschaften auch amtlich bestätigen lassen zu können, dass es jetzt wohl
nicht sein kann, dass sie dort, wo es konkrete Auswirkungen hat, nur deswegen
noch länger auf die gesetzlich vorgesehene Rechte und die die Gleichstellung
warten müssen, nur weil der Landesgesetzgeber in seinem Bereich säumig
bleibt," freut
sich Friedinger. Unter die notwendigen landesgesetzlichen Regelungen fallen zum
Beispiel das Dienst-, Besoldungs- und Pensionsrecht von Land und Gemeinden,
aber auch zahlreiche andere einzelgesetzliche Regelungen. Das Land Steiermark
verhandelt derzeit ein entsprechendes Sammelgesetz; in Wien sollen alle
landesgesetzlichen Anpassungen noch vor Ende der Legislaturperiode vom Landtag
beschlossen werden.
Für die HOSI Linz
gez. Stefanie Niedl,
Vereinssprecherin
gez. Gerhard Friedinger, Vereinssprecher








