HOSI Linz Presseaussendungen
Trauerspiel Diskriminierungsschutz
13.01.2011 10:00
HOSI Linz über das Scheitern der Ausweitung des Diskriminierungsschutzes
bestürzt und sieht fragwürdiges Menschenbild bei der ÖVP
„Das
offensichtliche Scheitern der Ausweitung des Schutzes vor Diskriminierung
aus Gründen der Religion, der Weltanschauung und der sexuellen Orientierung
oder wegen des Alters ist ein Trauerspiel und eine Schande für
Österreich. Die ÖVP stellt sich damit auf die Seite derer, die diskriminieren", zeigt sich Gerhard Friedinger,
Vereinssprecher der HOSI Linz, über die bekannt gewordene
Idee, eine diesbezüglich geplante und längst fällige Reform wieder
einzuschränken, bestürzt.
Argumente nicht nachvollziehbar
Aus
Sicht der HOSI Linz bliebe die derzeitige Hierarchisierung der
Diskriminierungsformen bestehen. Manche Diskriminierungsformen, darunter auch
die Diskriminierung von Lesben und Schwulen, wären auch weiter
erlaubt - andere nicht. Die jetzt verlauteten Argumente, dass die
beabsichtigte Ausweitung des Diskriminierungsschutzes autoritäre Züge gehabt
hätte, sind für Friedinger nicht nachvollziehbar. „Es ist nicht erklärbar, wieso ein
Diskriminierungsverbot die legitime Freiheit des einzelnen einschränke.
Insbesondere dort, wo bestimmte Dienstleistungen erbracht werden, muss
garantiert werden, dass nicht einzelne Bevölkerungsgruppen willkürlich
ausgeschlossen werden. Und wenn man Lesben und Schwulen schon endlich
erlaubt, sich zu verpartnern, dann sollte es doch auch möglich sein, sie
vor ungerechtfertigter Diskriminierung und gar vor Verhetzung zu
schützen", erläutert Friedinger die Ansicht der HOSI
Linz.
Friedinger
appelliert an den Koalitionspartner SPÖ, den Abänderungsplänen der
ÖVP eine klare Absage zu erteilen. "Wir
hoffen, dass die SPÖ hier stark bleibt und sich nicht von diesem fragwürdigen
Menschenbild, dass bei der ÖVP in dieser Sache wieder zum Vorschein
kommt, vereinnahmen lässt", so Friedinger abschließend.
Für
die HOSI Linz
gez. Stefanie Niedl, Vereinssprecherin
gez. Gerhard Friedinger, Vereinssprecher
Linz, den 13.01.2011








