HOSI Linz Presseaussendungen


Stoppt Haider? Stoppt Lauda!

24.01.2011 14:00



HOSI Linz kritisiert homophobe Aussagen Laudas

In der heutigen Ausgabe von Österreich regt sich Niki Lauda auf, dass der ORF Alfons Haider eine "quotengeile Schwulennummer" abziehen lässt und fordert ORF-Generaldirektor Wrabetz auf, den öffentlich-rechtlichen ORF nicht zu missbrauchen. Er selbst habe nichts gegen Schwule, habe sie ja sogar in seinem Unternehmen angestellt, aber er sehe Traditionen zerstört, weil nirgendwo "- in keiner Disco, auf keinem Ball -" ein Mann mit einem Mann tanze. Er fürchte durch diesen Auftritt, dass tanzende Schwule zum Vorbild für die Jugend und zum Trend werden.

Vereinssprecher Gerhard Friedinger schüttelt über derartige Aussagen den Kopf: "Abgesehen davon, dass es durchaus auch traditionelle Tänze wie zum Beispiel Schuhplattler gibt, bei denen ausschließlich Männer miteinander tanzen, ist es vielmehr erschreckend, welche Vorurteile offensichtlich Herrn Laudas Aussagen zugrunde liegen. Schwul oder lesbisch wird Mann bzw. Frau nicht durch Verführung (schon gar nicht durch Fernsehbilder von zwei tanzenden Männern). Hier Überschätzt Herr Lauda die Macht des ORF bzw. des Fernsehens allgemein gewaltig."


Friedinger betont weiter, dass auch die 5-10% der Bevölkerung, die lesbisch oder schwul sind, ja an den ORF-Gebühren zahlen und daher auch das Recht haben, in den Unterhaltungssendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens entsprechend "vorzukommen". Besonders schlimm findet Friedinger Laudas Aussage, dass er nichts gegen Homosexuelle habe, sogar jede Menge Schwule in seinem Unternehmen angestellt habe. "In Verbindung mit seiner Empörung über ein tanzendes Männerpaar im ORF kommt unter dem Strich heraus, dass Herr Lauda so lange nichts gegen Schwule hat, solange sie nicht offen und selbstbewusst auftreten. Im Gegensatz zu Schwulen und Lesben, die sich seit Jahrhunderten verleugnen und entschuldigen mussten und in vielen Ländern noch immer müssen, verlangt niemand von Herrn Lauda oder irgend jemandem sonst, sich für seine/ihre Heterosexualität zu entschuldigen. Für homophobe Entgleisungen wie in oben zitiertem Interview wäre aber durchaus eine Entschuldigung angebracht!" so Friedinger abschließend.

Für die HOSI Linz

gez. Stefanie Niedl, Vereinssprecherin
gez. Gerhard Friedinger, Vereinssprecher

Linz, den 24.01.2011






Seiten



Presse




Laufende Aktionen

© 2012 HOSI Linz. Alle Rechte vorbehalten. Kontakt | Impressum | Sitemap | Feedback | Intern