HOSI Linz Presseaussendungen
Keine Spitalsreform auf Kosten von an AIDS Erkrankten
10.04.2011 11:00
Dermatologische
Abteilung des Linzer AKH muss erhalten bleiben
Das
Linzer AKH ist das einzige Spital in Oberösterreich, das AIDS behandeln kann.
Medienberichten zufolge soll nach den Vorschlägen der ExpertenInnenkommission
zur Spitalsreform die Abteilung für Dermatologie, wo an AIDS Erkrankte behandelt
werden, in eine Tagesklinik umgewandelt werden. Die Kommission schlägt vor,
AIDS-Kranke einfach in eine andere Station zu verlegen.
„Das
ist ein Unding. Da geht es einmal um Kompetenz - nirgendwo sonst kann die
Behandlung von AIDS-Kranken ohne gewaltigen Qualitätsverlust vorgenommen werden.
Gerade die dermatologische Abteilung des Linzer AKH hat sich da seit Jahrzehnten
eine einzigartige Kompetenz und Betreuungsqualität aufgebaut, die es in
Oberösterreich sonst nirgends gibt",
erklärt der Vereinssprecher der HOSI Linz, Gerhard Friedinger. „Und zum anderen ist eine Tagesklinik schon
deswegen nicht möglich, weil AIDS-Kranke in der Mehrzahl der Fälle rund um die
Uhr betreut und gepflegt werden müssen. Sie in eine Tagesklinik abzuschieben,
geht einfach nicht. Der Vorschlag ist einfach unprofessionell, unwirtschaftlich
und menschlich höchst bedenklich. Würde das so umgesetzt werden, wäre das das
Aus für die AIDS-Betreuung im Linzer AKH!"
Für
die HOSI Linz ist daher eine Kosteneinsparung in diesem Bereich undenkbar. „Ja, auch wir sind für eine Spitalsreform.
Natürlich muss die Finanzierbarkeit des Systems für die Zukunft gewährleistet
werden und wahrscheinlich geht dies teilweise auch nur im Wege einer
Kostenreduktion. Aber bitte nicht auf dem Rücken von Menschen, die an einer im
Prinzip immer noch tödlichen Krankheit leiden und für die die Dermatologie des
Linzer AKH sozusagen die einzige‚(Über)lebensversicherung‘ darstellt!", so
Friedinger abschließend.
Für die HOSI
Linz
gez. Stefanie Niedl,
Vereinssprecherin
gez. Gerhard Friedinger,
Vereinssprecher
Linz, den 10.04.2011








