HOSI Linz Presseaussendungen


Geschmackloser Beweis für homophobe Gesinnung

19.05.2011 11:00



HOSI Linz über die frauen-, lesben- und schwulenfeindliche Einstellung freiheitlicher StudentInnen schockiert.

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) Oberösterreich hat in den letzten Tagen an die Studierenden in Oberösterreich einen Wahlkampfbrief (siehe Beilage) zu den bevorstehenden ÖH-Wahlen (24. bis 26. Mai) verschickt in dem es unter anderem heißt: „Der VSSTÖ verschwendet sinnlos OÖ-Zwangsmitgliedsbeiträge für ein LesBiSchwulTransGender-Referat!" Darüber hinaus fordert der RFS auch, dass der „Genderwahn" gestoppt werden soll und stellt sich gegen eine geschlechtergerechte Sprache an den Universitäten. Außerdem hält der RFS die Einrichtung von Institutionen für feministische Forschung für überflüssig.

„Der Geist, der in diesem Flugblatt zum Ausdruck kommt, ist einfach unerträglich," kommentiert der Vereinssprecher der HOSI Linz, Gernot Wartner, das Schreiben des RFS. „Das Schreiben ist im Gegenteil der beste Beweis dafür, dass ein LesBiSchwulTransGender-Referat an der Johannes-Kepler-Universität wichtig und notwendig ist. Gegen Freiräume von Minderheiten zu wettern, ist gerade im Kontext der Universität, an der ja Führungskräfte für Politik und Wirtschaft herangebildet werden, beängstigend und schockierend. Während die Wirtschaftsunternehmen und Organisationen zunehmend auf Diversity-Management setzen und auch die Politik mittlerweile erkennt, dass das Ausgrenzen von Lesben und Schwulen keine gesellschaftspolitische Option des 21. Jahrhunderts ist, verfällt der RFS in eine reaktionäre, rückwärtsgewandte Gesinnung, die alle gesellschaftlichen Errungenschaften der letzten 30 Jahre in Frage stellen will! Alleine schon der Name ,Ring freiheitlicher Studenten‘ sagt alles darüber aus, wo diese Fraktion frauenpolitisch angesiedelt ist. Dieses Flugblatt ist nur noch geschmacklos. Es ist schon traurig genug, dass eine solche Gesinnung auf unseren Spitzenbildungsinstituten immer noch Menschen findet, die zum einen Mitglied einer solchen Organisation werden und zum anderen auch noch diesem universitätspolitischen Stumpfsinn ihre Stimme geben!"

Darüber hinaus ruft die HOSI alle StudentInnen dazu auf, von ihrem demokratischen Recht Gebrauch zu machen und auch dieses Jahr wieder an den ÖH-Wahlen (24. bis 26. Mai) teilzunehmen. „Das Recht, die eigene Ausbildung demokratisch mitzubestimmen, wurde in der Vergangenheit hart erkämpft und ist nicht überall in der Welt selbstverständlich", so Wartner abschließend.

Für die HOSI Linz
gez. Gernot Wartner, Vereinssprecher

 

 




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