Weltblutspendetag: Sofortiges Ende der Diskriminierung!

Weltblutspendetag – und wie jedes Jahr jammert das Rote Kreuz, dass es zu wenig Blutspender*innen in Österreich gibt. Aber Männer, die Sex mit Männern haben, werden weiterhin vom Blutspenden weitgehend ausgeschlossen. Weil das Rote Kreuz es so will. Und das Gesundheitsministerium eiert herum. Wir fordern einmal mehr endlich ein Machtwort von Gesundheitsminister Mückstein. Diese Diskriminierung muss ein sofortiges Ende haben!

Seit Jahren fordern Österreichs LGBTIQ*-Organisationen ein Ende der homophoben Diskriminierung beim Blutspenden. Trotz des immensen Bedarfs an Blutspenden in Österreich werden noch immer Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), von der Teilnahme ausgeschlossen, so die potenziellen Spender* die im Anamnesebogen enthaltene Frage, ob sie innerhalb der letzten zwölf Monate Sex mit Männern hatten, positiv beantworten.

„Seit 15 Jahren beknien wir Gesundheitsminister*innen aller Coleur. Und die Liste wird immer länger“, ärgert sich Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz. Andrea Kdolsky, Alois Stöger, Sabine Oberhauser, Pamela Rendi-Wagner, Beate Hartinger-Klein, Walter Pöltner, Brigitte Zarfl, Rudolf Anschober und jetzt Wolfgang Mückstein: Das Ergebnis sind immer leere Versprechungen, nette Worte, kein Ergebnis.

Erbost ist Steinmetz über die Scheinheiligkeit des Roten Kreuzes. „Erst alle Lösungen verhindern, dann aber Jammern, dass es zu wenig Blutspender*innen gäbe! Das Rote Kreuz diskriminiert unter den Augen des Gesundheitsministeriums ungeniert weiter!“

Wie lange müssen schwule Männer noch warten?“ so Steinmetz weiter. Die Community werde sich nicht weiter hinhalten lassen. „Diskriminierung darf keinen Platz in diesem Land haben. Auch nicht und schon gar nicht bei Gesundheitsdienstleistungseinrichtungen. Das ist sofort, umfassend und vollständig diskriminierungsfrei zu lösen!“

gez. Mag. Richard Steinmetz
Vereinssprecher der HOSI Linz

Linz, 14.06.2021