10. Oktober – Internationaler Tag gegen die Todesstrafe

Immer noch werden in einigen Ländern vor allem schwule Männer mit der Todesstrafe bedroht. Und leider werden schwule Asylwerber mit unglaubwürdigen Begründungen in solche Länder abgeschoben. Die HOSI Linz ist über diese menschenrechtswidrige Praxis besorgt.

Wir schreiben das Jahr 2018. Noch immer wird in 13 Ländern Homosexualität mit dem Tod bestraft. In Afghanistan, Irak, Iran, Jemen, Katar, Mauretanien, Pakistan, Saudi-Arabien, Sudan sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten, aber auch in Teilen von Nigeria, Somalia und Syrien werden auch 2018 noch Lesben und Schwule für ihre Liebe, für ihre Gefühle umgebracht.

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“, heißt es in Artikel 1 der Menschenrechtserklärung. Das gilt in diesen Ländern nicht für homosexuelle Menschen. Sie sind Gewalt, Verfolgung und Repressalien ausgesetzt und müssen um ihr Leben fürchten. Umso erbärmlicher sind die sich häufenden Meldungen von mehr als fragwürdigen Entscheidungen unserer Asylbehörden, die vor allem schwule Asylwerber mit fadenscheinigen bis hin zu klar diskriminierenden Begründungen abweisen und sie damit zurück schicken wollen in ihre Herkunftsländer, wo ihre körperliche Sicherheit und vielfach sogar ihr Leben bedroht ist.

„Wir fordern zum internationalen Tag gegen die Todesstrafe insbesondere die ÖVP auf, sich ihrer christlich-sozialen Wurzeln zu besinnen und diese Praxis zu stoppen, Menschen in den sicheren Tod zu schicken“, erklärt Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz.

gez. Mag. Richard Steinmetz
Vereinssprecher der HOSI Linz
Linz, 09.10.2018

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