Traurig und wütend feierte die Community in OÖ den CSD!

Das Massaker von Oslo in der Nacht auf Samstag hat einen dunklen Schatten auf die diesjährigen Veranstaltungen zum CSD in Linz geworfen. Ganz im Zeichen der schrecklichen Ereignisse in einer LGBTIQ*-Bar in Oslo standen die Pride Parade und das Pride OpenAir des diesjährigen linzpride.

„Wir sind tief erschüttert über die Ereignisse in dieser Nacht in Oslo. Unsere tiefempfundene Anteilnahme gehört heute am Tag des linzpride2022 unseren Freund*innen in Norwegen. Hass und Gewalt gegen die LGBTIQ*-Community müssen endlich aufhören – überall auf der Welt! Auch dafür steht heute unser linzpride2022. Kein Hass und keine Gewalt mehr gegen LGBTIQ*-Personen! Genau deswegen sind wir heute auf die Straße gegangen. Wir werden dem Hass niemals weichen“, erklärt Mag. Richard Steinmetz, Vereinssprecher der HOSI Linz, entschlossen.

Auch die Lage der LGBTIQ*-Community in der Ukraine war Thema beim diesjährigen linzpride. Ein Vertreter der ukrainischen Community in Oberösterreich berichtete auf der Bühne beim Pride OpenAir eindringlich über die Lage In der Ukraine und auch etliche Politiker*innen bezogen sich in ihren Statements auf die Situation in diesem vom Krieg heimgesuchten Land.

Insbesondere stellten sich Landesrat Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP), Vizebürgermeister Mag. Martin Hajart (ÖVP), Vizebürgermeisterin Mag.a Tina Blöchl (SPÖ), LT-Klubobmann Michael Lindner (SPÖ), Landtagsabgeordnete Ines Vukajlović (Die Grünen), LGBTIQ-Sprecherin GRin Julia Mandlmayr (Die Grünen), Abg. z. OÖ. LT Klubobmann Mag. Felix Eypeltauer (NEOS) und SoHo Bundesvorsitzender Nationalratsabgeordneter Mario Lindner (SPÖ) den Fragen des Moderators Jürgen Pendl.

Insbesondere Vizebürgermeisterin Blöchl betonte dabei die Selbstverpflichtung der Stadt Linz zur Sichtbarkeit und nachhaltigen Verbesserung der Situation der Linzer LGBTIQ*-Community im Rahmen des Rainbow Cities Networks.

Höhepunkt des OpenAirs am Jahrmarktgelände war dann der Auftritt der Band „The Jacky Dolls“, die die lange Reihe von Music Acts beschloss. Zuvor waren bei der Pride Parade, geordnet nach den Farben des Regenbogens, gut 8.000 Menschen vom Musiktheater über die Linzer Landstraße zum Jahrmarktgelände gezogen.

“Ich bin begeistert, dass so viele Menschen unserem Aufruf heuer gefolgt sind”, zeigt sich Richard Steinmetz erfreut. “Ich danke unserm tollen Team, das mit diesem Event schier Unglaubliches vollbracht hat. linzpride ist nicht nur mittlerweile der zweitgrößte Pride Event in Österreich, sondern die Parade ist auch die zweitgrößte Kundgebung nach dem Maiaufmarsch der SPÖ in Linz.”

Besonders freute sich Steinmetz auch darüber, dass er Vertreter*innen der meisten österreichischen Geschwisterorganisationen begrüßen konnte; ja sogar aus Passau und Budweis waren Besucher*innen gekommen.

Nächstes Jahr wird der linzpride am 24.06.2023 die oberösterreichische Landeshauptstadt in den Farben des Regenbogens erstrahlen lassen. Zuvor aber gibt es noch am 02.07.2022 den ersten Steyr Pride in Steyr.

gez. Mag. Richard Steinmetz
Vereinssprecher der HOSI Linz

Linz, 25.06.2022

25.06.2022: linzpride2022
25.06.2022: linzpride2022